Zutatenkunde: Avocado

Die Avocado – eine Frucht aus der Familie der Lorbeergewächse – wird sowohl bei der Zubereitung von Sushi als auch von Póke und Ceviche sehr gerne verwendet. Kein Wunder, denn das Fruchtfleisch einer reifen Avocado schmeckt einfach total lecker. Hier verrate ich dir, worauf es bei Einkauf und Zubereitung von Avocado ankommt.

Avocado einkaufen – die Reife entscheidet

Dein nächster Kochabend mit Freunden steht an oder du willst dir zum Mittagessen mal eben schnell selber Sushi machen? Da darf Avocado als Zutat meiner Meinung nach auf keinen Fall fehlen. Aber Vorsicht: Wenn du mit Avocado etwas Leckeres zaubern möchtest kommt es wie bei kaum einer anderen Frucht auf den richtigen Reife-Zeitpunkt an.

Denn ist eine Avocado noch nicht ausreichend reif schmeckt sie bestensfalls halb so gut und hat zudem keine schöne Konsistenz. Ist sie andererseits überreif kann sie schnell matschig und ungenießbar werden. Ob eine Avoacdo reif ist erkennst du je nach Sorte entweder an der Farbe der Schale oder aber daran, ob sie auf Druck nachgibt.

Profi-Tipp: Die Avocado zum Testen der Reife niemals zwischen den Fingern zusammen drücken. Denn das führt dazu, dass sie an den Druckstellen braun und ungenießbar wird. Die Alternative: Ganz leicht mit dem Daumen oben auf den Stielansatz drücken. Gibt die Avocado daraufhin nach, ist sie sehr wahrscheinlich reif und kann verwendet werden.

Bei Avocados der Sorte Hass wechselt die Farbe der Schale während der Reife von Grün zu fast Schwarz. Je dunkler also, desto reifer. Avocados der bei uns neben Hass auch häufig angebotenen Sorte Fuerte bleiben grün. Hier hilt nur der Drucktest. Gibt die Avocado auf leichten Druck nach ist sie reif.

Wenn man die Avocado nicht sofort benötigt und ein wenig Zeit hat, sollte man möglichst ein unreifes Exemplar einkaufen. Die Avocado kann so Zuhause nachreifen, ohne dass man Gefahr läuft, dass sie unschöne Druckstellen bekommt. Je nach Temperatur und weiteren Faktoren reifen unreife, noch harte Avocados erfahrungsgemäß in etwa 3-5 Tagen nach.

Avocado einfach zerteilen und schälen

Ist die Avocado reif kommt die nächste Herausforderung, das Schneiden und Zerteilen. Wenn du einmal weißt wie das geht ist es aber gar nicht schwer. Du benötigt dazu ein möglichst scharfes Messer. Dieses setzt du oben am Stielansatz an und schneidest dann die Avocado der Länge nach einmal rundherum in zwei Hälften.

Wie tief du einschneiden musst merkst du gut daran, dass du irgendwann auf den harten Kern stößt, an dem es nicht mehr weiter geht. Bist du einmal rund herum gekommen bewegst du die beiden Hälften kurz ein wenig gegeneinander, dann lassen sie sich ganz einfach voneinander lösen.

Profi-Tipp: Merkst du nach dem Aufschneiden der Avocado, dass sie noch unreif oder bereits überreif ist, greife lieber auf eine Alternative zurück. Denn geschmacklich tust du dir mit beiden Varianten keinen Gefallen.

Nun siehst du auch, ob die Avocado richtig reif ist. Sie sollte ein leckeres Aroma verströmen und von einer cremigen Konsistenz sein. Bei reifen Avocados lässt sich zudem der Kern, der sich in einer der beiden Hälften befindet, ganz leicht mit den Fingern oder mit der Spitze des Messers greifen und heraus nehmen. Auch die Schale kannst du bei einer reifen Frucht leicht abziehen.

Bei Hass-Avocados löse ich die Fruchtfleisch-Hälften, nachdem ich den Kern entfernt habe, einfach im Ganzen mit der Hand aus der Schale. Bei Avocados der Sorte Fuerte geht das meist nicht so einfach. Du kannst sie aber leicht mit dem Messer schälen.

Avocado schneiden

Hast du die Avocado von Kern und Schale befreit geht es ans klein schneiden. Eine reife Frucht hat ein weiches Fruchtfleisch, dass du leicht und ohne viel Druck zurecht schneiden kannst.

Bereite ich Avocado als Füllung für Maki-Sushi zu gehe ich wie folgt vor: Ich lege die Avocadohälften auf ihre Schnittflächen und schneide sie dann einfach in etwa ein Zentimeter dicke Scheiben. So lassen sie sich prima in Makis verarbeiten und man hat ein gutes Verhältnis von Reis zu Füllung.

Profi-Tipp: Schneide braune und matschige Stellen unbedingt heraus, bevor du die Avocado weiter verwendest. Die braunen Stellen sind Druckstellen und schmecken bitter. Daher lieber großzügig wegschneiden und notfalls eine weitere Avocado aufschneiden.

Für Póke und Ceviche kannst du die Avocado wahlweise ebenfalls in dünnere oder dickere Scheiben schneiden. Häufiger jedoch wird die Avocado in diesen Gerichten aber in kleine Stücke oder Würfel geschnitten. So lässt sie sich in einer Póke-Bowl prima zusammen mit den anderen Zutaten anrichten und unkompliziert essen.

Auch beim Zubereiten von Sushi wird die Avocado, wenn sie nicht gerade als Maki-Füllung zum Einsatz kommt, auf verschiedenste Weise verwendet. Auf Inside-Out-Rolls findet man sie beispielsweise in dünne Scheiben geschnitten als Auflage. Genauso auf Nigiri. Hier kommen dicker geschnittene Avocado-Schnitze zum Einsatz. Für Avocado-Fans ein absolutes Highlight.

Zubereitungsvarianten: Avocado-„Ei“ und Avocado-„Sashimi“

Wer keine Lust oder keine weiteren Zutaten im Haus hat, der kann eine reife Avocado auch prima pur oder leicht gewürzt genießen. Ich mache das je nach Lust und Laune auf zwei Varianten:

Variante Nummer 1: Das Avocado-„Ei“ – Die Avocado dazu nach dem Halbieren und Entsteinen einfach mit Salz würzen und dann wie ein Frühstücksei auslöffeln.Da die Avocado viel gutes Fett und auch Eiweiß enthält ist sie diese vegane Ei-Variante gehaltvoll und sättigend.

Variante Nummer 2: Avocado-„Sashimi“ – Die Avocado hierzu nach dem Halbieren, Entsteinen und Schälen wie für Sushi in feine Scheiben schneiden und diese dann auf einen Teller geben und leicht auseinander schieben. Das Ganze mit Sojasauce besprenkeln und mit der Gabel essen. Erinnert vom Anrichten her an Sashimi, ist aber natürlich vegan und schmeckt ebenfalls sehr lecker.

Guten Appetit!

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